Arten von Klangschalen

Es gibt in Asien eine breite Variation an unterschiedlichen Arten von Klangschalen. Von tibetischen über nepalesischen bis hin zu japanischen Klangschalen ist eine große Auswahl vorhanden. Doch was steckt hinter der Herkunft der Klangschalen?

Pauschal ausgedrückt hat jede Region ihre eigene “Spezialrezeptur” für die Herstellung ihrer Klangschalen. Diese Spezialrezeptur beruht auf der unterschiedlichen Zusammensetzung der Metalle.

Während tibetische Klangschalen eine Legierung von sieben Metallen aufweisen, haben nepalesische Klangschalen bis zu 12 Metalle in ihrer Mischung. Japanische Klangschalen wiederum bestehen nicht aus Metall sondern aus Kristall. Neben der Metallzusammensetzung der Klangschalen ist ein weiterer wichtiger Punkt die Formgestaltung. Es gibt flache, hohe, dickwandige, nach außen oder auch nach innen gehende Klangschalen. All diese Eigenschaften haben eine große Auswirkung auf den Klang und die Vibrationen.

Doch auch hier gibt es von Region zu Region und von Manufaktur zu Manufaktur Unterschiede. Somit ist eine Klangschale nicht anhand ihrer Maße oder des Gewichts oder der Herkunft direkt einzuordnen. Es gilt vielmehr ihr gesamtes Erscheinung- und Klangbild zu analysieren. Anhand folgender Liste ist eine erste Unterteilung der Klangschalen in ihre jeweiligen Herkunftsregionen möglich:

Tibetische Klangschalen:

Tibetische Klangschalen haben ihre Herkunft in den Hochebenen Tibets. Sie weisen eine glatte polierte oder mattierte goldene Oberfläche auf. Ihr Klang ist rein und stark. Sie gilt als die Mutter aller Klangschalen bzw. als Urklangschale.

Alte tibetische Klangschalen verfügen über feine kleine Einkerbungen und Punzierungen. Diese dienten dazu, die Schalen besser anreiben zu können und ihre Energie freier zu verteilen.

Neue Klangschalen, die als tibetische Klangschalen bezeichnet werden, stammen heutzutage aus der Region Bengalen und Sikkim in Indien. Aufgrund der Anektion Tibets durch China gibt es nur noch sehr wenige Manufakturen in Tibet, die darüber hinaus nur für ihre eigenen Tempel diese herstellen. In Sikkim und Bengalen werden diese Klangschalen jedoch zumeist von im Exil lebenden Tibetern und ihren Familien nach alter Tradition in Handarbeit hergestellt. Sie weisen traditionell sieben Metalle auf, können aber auch mehrere oder in seltenen Fällen weniger Metalle enthalten.

Wir sind spezialisiert auf diese Art der Klangschale und können Ihnen eine große Auswahl bei uns im Shop anbieten.

Nepalesische Klangschalen:

Nepalesische Klangschalen weisen eine dunkle, verzierte und detailverliebte Oberfläche auf. Ihre Zusammensetzung ist “härter” als die von tibetischen Klangschalen. Mit einem Mischungsverhältnis von bis zu 12 Metallen verfügt diese Art der Klangschale ein ganz besonderes Klangbild. Sie ist im gleichen Gewichtsverhältnis zur tibetischen viel tiefer und grundsätzlich langanhaltender. Ihre Vibrationen sind stark und durchdringender. Insbesondere die großen Solar-Plexus ab ca. 3,5 Kilogramm und Fuß-Klangschalen sind beeindruckend im gesamten Klangbild.

Nepalesische Klangschalen werden in stundenlanger Handarbeit aufwendig hergestellt. Insbesondere die Gravuren und Ätzungen benötigen eine Menge an Zeit und Präzession. Sind sind zumeist von außen umzogen mit dem Aum-Mantra und von innen mit der Blume des Lebens, unterschiedlichen Buddha-Mudras oder anderen Glückssymbolen. Eine Fußschale von ca. 8 Kilogramm beispielsweise benötigt ungefähr eine Woche und drei Fachkräfte um hergestellt zu werden.

Eine große Auswahl an Klangschalen aus Nepal finden Sie ebenfalls bei uns direkt im Shop.

Nepalesisch-tibetische Klangschalen:

Diese besondere Art der Klangschalen sind eine besondere Mischung aus der tibetischen und nepalesischen Handwerkskunst. Manche Klangschalen verfügen über so viele unterschiedliche Gravierungen und Verzierungen, dass sie ganze Geschichten erzählen.

Ihre Basis sind die goldenen tibetischen Klangschalen, welche mit Säure geätzt und feuer gebrannt werden. Sie werden darüber hinaus graviert anderweitig verziert. Es sind wahre Meisterwerke, welche Klang und Optik zusammenbringen.

Assam Klangschalen:

Die Assam Klangschale ist eine Variation aus der tibetischen Klangschale. Sie verfügt über einen kleinen Boden und einer breiten Öffnung. Ihre Wandstärke ist sehr gleichmäßig und aus diesem Grund auch der Ton der Klangschale. Ihre Metallmischung ist eine Legierung aus Messing und Silber.

Orissa Klangschalen:

Klangschalen aus Orissa sind eine besondere Art von Klangschalen. Mit einem flachen abgesetzten Boden ist eine gute körpernahe Verbindung möglich. Ihr oberer Bereich ist eingekerbt um besser mit einem Reibschlägel angedreht zu werden.

Darüberhinaus sind sie sehr dünn und weisen aus diesem Grund eine starke Vibration auf.

Indische Aluminium Klangschalen:

Die Alumninium Klangschalen verfügen zumeist über eine tonartige Oberflächenfärbung. Sind sind in Perfektion der Randung kaum übertroffen und weisen einen klaren, hellen und langlebigen Ton auf. Sie sind insbesondere für große Räume gedacht. Yoga-Gruppen, Schulklassen als auch im offenen Bereich sind der Haupteinsatzort dieser besonderen Variante.

Sie sind aufgrund Ihrer Bauweise und Materialart nicht zerstörbar und sehr leicht zu transportieren.

Chinesische Klangschalen:

Diese Art der Klangschale ist die Einführung in die Welt der Klangschalen. Sie werden aus einer Legierung von Messing in Form gegossen und anschließend maschinell abgedreht. Ihr Klang ist kurz und prägnant.

Sie lassen lassen sich ebenfalls wie die Aluminium Klangschalen sehr leicht andrehen. Sie weisen eine konvexe Form auf, von innen nach außen und wieder nach innen gefasst. Sie werden zumeist von außen und innen verziert mit unterschiedlichen Motiven wie dem Aum-Zeichen oder anderen Glückszeichen.

Japanische Klangschalen:

Diese Variante gilt als hoch sensibel und unvergleichbar beeindruckend. Aus einem Stück Bergkristall hergestellt.