Aśoka war ein Herrscher aus Nordindien, der unter seiner Regentschaft das flächenmäßig größte indische Reich der Antike formte und konsolidierte. Doch sein Wirken sollte sich nicht nur politisch ausdrücken, sondern vor allem in einer kulturellen Blütezeit des Buddhismus münden.

Er wurde im Jahre 302 v. Chr. in die Maurya-Dynastie hineingeboren. Dieses Herrschergeschlecht übte seinen Machteinfluss größtenteils im heutigen Bihar aus, und entsprang wiederum einem anderen, vorherigem antiken Großreich; dem Magadha-Königreich.
Das Reich der Maurya konnte rapide expandieren durch die vorherigen Eroberungszüge Alexander des Großen, der im Jahre 326 v. Chr. bis nach Taxila vordrang, dem Reich der Gandhara.
Durch den Tod Alexander des Großen im Jahre 323 v. Chr. nutzte Aśokas Großvater Chandragupta (der Begründer der Maurya-Dynastie) das Momentum, um das Industal mit in sein Herrschaftsgebiet mit einzugliedern. Die Grundzüge für Aśokas Großreich waren gelegt.

Aśoka selber wurde Statthalter in Taxila. Nachdem sein Vater Bindusara im Jahre 268 v. Chr. verstarb nahm Aśoka sofort die Hauptstadt des Maurya-Reichs Pataliputra (das heutige Patna) ein und beseitigte den von seinem Vater eigens ausgewählten Thronfolger Susima mithilfe des Ministers Radhagupta.
Radhagupta war der Enkel des königlichen Beraters Chanakya, der zu Lebzeiten nicht nur die ersten beiden Herrscher des Maurya-Reichs beraten hatte, sondern gar Chandragupta verhalf das Maurya-Reich zu gründen. Nun da Aśoka die Macht übernommen hatte, sollte sein Feldzug zur Expandierung seines Reiches folgen.

 

Er wandte sich den Osten Indiens zu, um das Reich Kalinga zu unterwerfen, dem heutige Odhissa und Norden Andhra Pradeshs. Dieser Feldzug ist historisch der einzige große zur Regentschaft Aśokas.Heutzutage wird allgemein angenommen, dass Aśoka gepeint war durch das brutale Blutvergießen, und sich näher den Lehren des Buddhismus zugewendet hatte. In der Folge bekannten sich Aśoka sowie Radhagupta zum Buddhismus, und ließen fortan die Edikte des Buddhismus auf Säulen und Felswänden eingravieren. Insgesamt wurden 33 Texte archäologisch gesichert, die im gesamten Maurya-Reich angelegt wurden- von Odhissa bis ins heutige Afghanistan.
Diese auch als Edikte des Aśoka bezeichneten Inschriften beinhalten größtenteils seine Konvertierung, seine Bemühungen das Dharma zu verbreiten, seine moralischen Ansichten sowie seine Bemühungen, sie in seine Politik mit einzubauen.  Mitunter wird auch  das Töten von Tieren verboten.

Je nach Region sind diese Edikte in anderen Sprachen als Inschriften eingearbeitet worden. Im heutigen Afghanistan beispielsweise sind diese auch in Aramäisch sowie Griechisch verfasst. Die Säule des Aśoka ist heute das Staatswappen Indiens. Bildlich wird es mit vier Löwen dargestellt, die Rücken an Rücken zueinander stehen.

Doch Aśoka ließ nicht nur die Säulen als für sich sprechende Inschriften errichten, ebenfalls schickte er Gesandte über Afghanistan und Ägypten bis nach Griechenland und Makedonien aus, um den Buddhismus zu verbreiten.

 

 

 

Quellen der Bilder:

https://en.wikipedia.org/wiki/Maurya_Empire#/media/File:Chandragupta_Maurya_Empire.png

https://de.wikipedia.org/wiki/Edikte_des_Ashoka#/media/File:EdictsOfAshoka.jpg