Klangschalen

Klangschalen stammen vom asiatischen Kontinent und sind von Indien über Nepal, Tibet sowie bis nach Japan bekannt.

Die unterschiedlichen Herkunftsländer haben ihre Spuren hinterlassen und somit verschiedene Bauformen und Klangvariationen hervorgebracht. Die traditionellen Klangschalen werden von Hand durch hämmern und schlagen hergestellt. Ebenso gibt es mittlerweile auch zahlreiche maschinell hergestellte Klangschalen.

Buddhistische Mönche haben lange Zeit tibetische Klangschalen in der Meditationspraxis verwendet. Darüber hinaus verwenden heutzutage auch Wellness-Praktiker (einschließlich Musiktherapeuten, Massagetherapeuten und Yogatherapeuten) während der Behandlung Klangschalen.

Ob tibetische oder nepalesische Klangschalen für die Meditation und Behandlung genommen werden ist nicht wichtig. Ausschlaggebend ist das persönliche Wohlbefinden und die Freude an “seiner eigenen” Klangschale. So individuell wie jeder Mensch ist, so sind es auch die Klangschalen.

Ursprung der Klangschalen

Klangschalen haben eine mysteriöse Vergangenheit und es ist über ihre genaue Herkunft nicht viel bekannt. Die ersten Klangschalen sollen vor über 4.000 Jahren in Bronzezeit in China hergestellt worden sein. Sie sollen als Maßeinheit bzw. Aufbewahrungschale für Getreide und andere Lebensmittel gedient haben. Mit den positiven Eigenschaften, dass Spurenelemente aus dem Metall der Klangschale in die Lebensmittel gewandert sind, waren diejenigen Menschen, die sich davon ernährten “gesünder” als andere. Dieser Eigenschaft nach, wurde den Klangschalen eine positive Energie zugeschrieben und sie wurden ca. im 8. Jahrhundert mit dem Siegeszug des Buddhismus in Tibet eingeführt und dort während Rituale und Meditationen von den buddhistischen Mönchen eingesetzt.

Aufgrund des Schweigegelübdes vieler Mönche und Sanghas (Klöster) wurde nicht viel nach außen über diese Kultur und Herstellung getragen. Erst nach der chinesischen Invasion und der damit eingehenden Eingliederung in Chinas Hochheitsgebiet 1951 wurde mehr über die Tradition der Klangschalen bekannt und sie fanden ihren Weg in Richtung Westen.

Die Herstellung von Klangschalen:

Die Herstellung jeder einzelnen Klangschale erfordert mehrere Arbeitsschritte:
Für die Herstellung einer Klangschale werden zunächst die verschiedenen Zusammensetzungen von Metallen als Rohstoffe (Kupfer, Zinn, Zink, Eisen, Blei, Gold und Silber) im Ofen geschmolzen. Das heiße geschmolzene Metall wird anschließend aus dem Ofen genommen und in große und schwere Formen gegossen.

Anschließend werden die so geformten Rohlinge mit Hilfe von Walzen, in die richtige Größe und Dicke gebracht, um sie dann weiter zu verarbeiten. Hierzu werden die Rohlinge nach präzisen Messungen per Hand gehämmert oder geschlagen und nach Gewicht und Größe kategorisiert. Für den Dängelprozess werden bis zu vier bis fünf Metallblätter aufeinander gestapelt und anschließend bis zur Rotglut erhitzt. Die rot glühenden Rohlinge werden von einer Gruppe von Kunsthandwerkexperten und Klangschalenmeister (zwei bis vier Mann) reihum gehämmert bis die Hitze im Metall abnimmt. Daraufhin erfolgen weitere Erhitzungen und Hämmern um die Klangschale zu ihrer endgültigen Form zu formen.

Herstellungsdauer einer Klangschale

Dieser Prozess kann von mehreren Stunden (bei kleinen Klangschalen) bis hin zu mehreren Tagen (bei Fußschalen) dauern, je nach Größe und Wunschklang der Klangschale.

Nach der Beendigung der Formherstellung beginnt die Feinarbeit im Herstellungsprozess. Die Klangschalen werden teilweise individuell graviert und die Oberfläche vom Innen und Außen geglättet.

Somit ist jede Klangschale am Ende ein Meisterwerk und Einzelstück.