Mudras und Handstellungen

Der Buddhismus kann auf eine über zweitausendjährige Geschichte zurückgreifen.

In dieser Zeit haben sich über 100 verschiedene Mudras bzw. Handstellungsgesten entwickelt.
Die unterschiedlichen Handstellungen im Buddhismus stehen für unterschiedliche Bewusstseinszustände. Wir haben für Sie eine kleine Liste der bekanntesten und beliebtesten
Mudras zusammengestellt um die genaue Bedeutung der Buddhas besser erklären zu können.

Bhumiparsa Mudra

Die Bhumisparsa Mudra zeigt Buddha immer in einer sitzenden Position. Dabei liegt die Rechte Hand auf dem Knie und die Finger zeigen nach unten auf den Boden,
während die linke auf den Schoß mit der Handinnenfläche in Richtung Himmel zeigt.
Dies ist die Geste der Erdberührung. Buddha ruft die Erde als Zeugin durch das berühren mit den Fingerspitzen für die Wahrheit seiner Worte. Dies stellt die Phase
Buddhas dar, als er unter dem Bodhi Baum die Erleuchtung erlangte.

Dhyana Mudra

Bei der Dyana Mudra liegen beide Hände ineinandergelegt, während der Rücken der rechten Hand in der Handinnenfläche der linken Hand ruht. Hierbei berühren sich die Daumen und bilden ein Dreieck.
Dies ist die Geste der Meditation und Weisheit. Buddha verwendete diese Geste in seiner letzten Meditation bevor er die Erleuchtung erlangte.

Bhaisajyaguru

Der Bhaisajyaguru oder besser bekannt als der Medizinbuddha ist eine der wichtigsten Darstellungen des Buddhas. Der Buddha berührt mit der Rückhand den Boden und hält in die andere nach innen gerichtet in seinem Schoße. An seinem Arm befindet sich ein Zweig einer heilenden Pflanze.

Nach der Lehre des Mayaran heilt er alle Krankheiten, auch die beispielsweise der Unwissenheit.

Gemäß der buddhistischen Lehre verursachen geistige Gifte einen unzufriedenen Geist und damit auch körperliche und seelische Krankheiten. Der Bhaisajyaguru heilt diese Krankheiten.

Abhaya Mudra

Die Abahya Mudra zeigt Buddha mit der erhobenen rechten Hand, während die Handinnenfläche zum Betrachter gerichtet ist und der linke Arm enganliegend am Körper ruht. Dies ist die Geste der Ermutigung und Furchtlosigkeit. Sie steht für die Phase im Leben direkt nach Buddhas Erleuchtung und soll ermutigen näher zu treten.Buddha kann hierbei stehend oder auch sitzend dargestellt werden.

Vitarka Mudra

Bei der Vitarka Mudra berühren sich die Fingerspitzen des Daumens und des Zeigefingers an der rechten Hand während die linke im Schoße ruht.
Die Finger bilden hierbei ein Kreis, welches als Rad der Lehre fungiert.
Diese Geste steht als lehrende Geste und soll das Gesagte in der Diskussion untermauern.

Varada Mudra

Die Varuda Mudra ist eine der bekanntesten Mudras überhaupt und wird sehr oft mit anderen Mudras zusammen kombiniert.
Hierbei strahlen alle fünf Finger der rechten Hand nach unten, während die linke im Schoße nach oben ruht.
Die fünf Finger stehen hierbei für die fünf Vollkommenheiten: Großzügigkeit, Moral, Geduld, Mühe und Konzentration.
Sie steht für Mitgefühl und Nächstenliebe und wird insbesondere in der Darstellung mit dem Medizinbuddha in Verbindung gebracht.

Karana-Mudra

Bei der Karana-Mudra werden Zeigefinger und Ringfinger nach oben erhoben, während die restlichen Finger zur Handinnenfläche zeigen.
Diese Geste spielt eine wichtige Rolle zur Abwehr von Dämonen, bösen Geistern und negativen Energien.

Dharmachakra Mudra

Bei der Dharmachakra Mudra berührt Buddha mit seinen Zeigefingern jeweils die Daumen und verkettet sie ineinander.
Hierbei wird das Rad der Lehre als auch der mystische Kreis in der Höhe des Herzen gebildet. Sie stellt die Phase Buddhas dar,
als er im Wildpark von Sarnath seinen Begleiter seine erste Weisheit mit auf dem Weg gab.