Herstellung und Materialwahl

Klangschalen bestehen aus einer Legierung von unterschiedlichen Metallen. Das Grundmaterial besteht aus einer Messinglegierung, dessen Hauptbestandteile Kupfer und Zink sind.

In der traditionellen Klangschalenherstellung werden jedoch bis zu 12 Metalle verarbeitet. Die Wichtigsten sind neben dem Kupfer und Zink, Blei, Eisen, Zinn, Silber und Gold.

Neben der Klangschalenform und Wandstärke hat insbesondere die Materialwahl eine Auswirkung auf den Klang.

Die goldenen tibetischen Klangschalen weisen ein Materialgefüge von 7-9 Metallen und die dunklen nepalesischen bis zu 12 Metallen auf.

Die Herstellung jeder einzelnen Klangschale erfordert mehrere Arbeitsschritte:
Für die Herstellung einer Klangschale werden zunächst die verschiedenen Zusammensetzungen von Metallen als Rohstoffe (Kupfer, Zinn, Zink, Eisen, Blei, Gold und Silber) im Ofen geschmolzen.

Das heiße geschmolzene Metall wird anschließend aus dem Ofen genommen und in große und schwere Formen gegossen. Anschließend werden die so geformten Rohlinge mit Hilfe von Walzen, in die richtige Größe und Dicke gebracht, um sie dann weiter zu verarbeiten.

Hierzu werden die Rohlinge nach präzisen Messungen per Hand gehämmert oder geschlagen und nach Gewicht und Größe kategorisiert. Für den Dängelprozess werden bis zu vier bis fünf Metallblätter aufeinander gestapelt und anschließend bis zur Rotglut erhitzt.

Die rot glühenden Rohlinge werden von einer Gruppe von Kunsthandwerkexperten reihum gehämmert bis die Hitze im Metall bleibt und es folgen weitere Erhitzungen und Dängelarbeiten um die Klangschale zu ihrer endgültigen Form zu formen.

Dieser Prozess kann von mehreren Stunden bis hin zu mehreren Tagen dauern, je nach Größe und Wunschklang der Klangschale. Nach der Beendigung der Formherstellung beginnt die Feinarbeit im Herstellungsprozess. Die Klangschalen werden individuell graviert und die Oberfläche von innen und außen geglättet.